Mittwoch, 16 Januar 2013 13:56

Business Object Enterprise - Verwendungsübersicht von Universums Objekten

geschrieben von  Günter Harter
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Ich möchte zu diesem Thema zwei Fragen aufwerfen:

1.    Gibt es in SAP BusinessObjects Enterprise eine Verwendungsübersicht, aus der hervorgeht, welche Objekte eines Universums in welchem Report verwendet werden?  

Diese Frage kann ich eindeutig mit „Nein“ beantworten, zumindest nicht in SAP BusinessObjects Enterprise XI 3.1. 

Hier werden mir vielleicht einige BO-Experten widersprechen, da mit dem Metadata-Integrator und einigen 3rd-Party-Tools bereits Analysewerkzeuge am Markt verfügbar sind. Allerdings sind diese Werkzeuge lizenzpflichtig und sehr teuer. Und ob diese Tools genau die Anforderungen erfüllen, die ich benötige konnte ich nicht evaluieren, da keine Trial-Version angeboten wird.

2.    Für was ist die Verwendungsübersicht von Universums Objekten überhaupt notwendig?


Es kann viele Gründe geben, warum es sinnvoll bzw. notwendig ist, eine Übersicht über alle Universums Objekte und deren Verwendung zu haben.
  • Sie wollen ihre Universen reorganisieren und alle nicht verwendeten Objekte eliminieren.

 

  • Aufgrund Änderungen an Tables und Columns, z.B. aufgrund Release-Wechsel des ERP-Systems, möchten sie im Vorfeld alle Reports lokalisieren, in denen die geänderte Datenbasis Auswirkungen haben könnte.

 

  • Aufgrund eines Business-Request müssen Sie Änderungen im Universum durchführen und möchten alle Reports lokalisieren, in denen diese Änderungen Auswirkungen haben.

èAber was tun, wenn man aufgrund dieser UseCases trotzdem eine Verwendungs- übersicht benötigt?

Nach 2 bis 3 Tagen intensiver Internetrecherche und ein paar (es waren allerdings mehr als ein paar) Tagen Doing hatte ich daraufhin meine eigene Verwendungs-übersicht erstellt.

Sie basiert auf Excel / VBA (inkl. der erforderlichen Verweise auf das SDK) und besteht aus drei Teilen. 
  • UniverseAnalizer
  • BOEServerAnalizer
  • SqlLoader

Über den UniverseAnalizer wird ein vorzugebendes Universum analysiert und alle über das SDK verfügbaren Daten werden sowohl in Excel als auch in TXT-Dateien ausgegeben, wobei die TXT-Dateien so aufbereitet sind, dass sie ohne weitere Bearbeitung in SQL-Tabellen geladen werden können. Die Ausgabe könnte natürlich auch direkt in ein DBMS erfolgen, aus Zeitgründen habe ich mich aber für die TXT-Dateien entschieden.

UniverseAnalizer

Abb. 1 – Ausgabe aus UniverseAnalizer

SqlLoader
Abb. 2 – Dateiinhalt aufbereitet für SqlLoader

Vom Prinzip her arbeitet der BOEServerAnalizer ähnlich wie der UniverseAnalizer. Es wird ebenfalls das SDK verwendet und die Daten werden in Excel und in TXT-Dateien ausgegeben. Allerdings müssen bei dieser Analyse die Reports nicht vorgegeben werden sondern es wird der FileStore-Ordner, in dem alle Reports abgelegt sind, angegeben. Um alle Reports im FileStore zu ermitteln, müssen entsprechende InfoStore-Querys (ähnlich dem AdminTool QueryBuilder) ausgeführt werden, um die Informationen aus dem BOE-Repository zu erhalten.

SqlLoader2

Abb. 3 – Dateiinhalt aufbereitet für SqlLoader

Nachdem nun alle Informationen über die Universen und die Reports verfügbar sind können die Daten in das operative DBMS geladen werden. Dies ist Aufgabe des SqlLoader. Die Vorgehensweise zum Laden der ermittelten Daten ist aber abhängig vom verwendeten DBMS.

Hier ein Beispiel für Oracle:

Oracle-table


Abb. 4 Control-File zum Laden einer Qracle-Table 

Dieses Control-File wird als Eingabe für den Oracle-Loader SQLLDR.EXE verwendet.
Über einen BO-Report können nun die im UniverseAnalizer und BOEServerAnalizer ermittelten Daten entsprechend ausgewertet werden. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass ein Universum mit diesen Sql-Tables erstellt wurde.

Ich möchte mich aber nicht mit fremden Federn schmücken. Einige Ideen und viele Coding-Beispiele habe ich bei meiner Internetrecherche gefunden und an meine Anforderungen angepasst.

systemübersicht

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